Glossar.

Grundsätzlich versuche ich in Kundengesprächen weitestgehend auf Fach-Chinesisch und Berater-Deutsch zu verzichten. Wenn Sie sich dennoch über die gängigen Fachbegriffe im Marketing und (Web-)Design informieren möchten, habe ich Ihnen hierzu folgende Liste zusammengestellt.

Backlinks

Backlinks sind Verlinkungen von anderen Webseiten auf die eigene Webseite. Backlinks sind wichtig um die Sichtbarkeit bei Google zu steigern. Backlinks von seriösen, bekannten, größeren Seiten sind hochwertiger und haben mehr Einfluss, als Backlinks von Seiten, mit minderer Qualität und wenig Reichweite. Auch die Anzahl der Backlinks spielt eine Rolle. Viele hochwertige Backlinks sind für Google ein Zeichen dafür, dass Ihre Seite hochwertige Inhalte bereitstellt.

Bilddateiformat

Fotos und Grafiken können in verschiedenen Dateiformaten abgespeichert werden. Bekannte Formate bzw. Dateiendungen für Bilder sind zum Beispiel JPEG, PNG, GIF, SVG, TIFF aber auch EPS oder PDF. Diese Dateiformate haben unterschiedliche Eigenschaften, sowie Vor- und Nachteile je nach Verwendungszweck. So wird PNG zum Beispiel für Bilder mit transparentem Hintergrund verwendet. JPEG kann bis zu 16,7 Millionen Farben anzeigen, wird oft für Webseiten verwendet, kann aber keine Transparenz darstellen. TIFF hingegen eignet sich zum Beispiel für Rastergrafiken die hochauflösend gedruckt werden sollen. Auch die Dateigröße und das (verlustfreie oder verlustbehaftete) Komprimieren von Bildern spielt, je nach Einsatz, eine wichtige Rolle.

Bildoptimierung

Als Bildoptimierung wird das digitale Bearbeiten von Bildern mit Bildbearbeitungsprogrammen (z.B. Adobe Photoshop) bezeichnet. Bei Fotos kann zum Beispiel das Farbrauschen verbessert oder Werte wie Bildschärfe, Sättigung, Farbbalance und der Kontrast angepasst werden. Außerdem kann die Bildauflösung (zum Beispiel 600 x 300 Pixel bzw. Bildpunkte) verändert, die Dateigröße angepasst / komprimiert und das Dateiformat (JPEG, PNG etc.) je nach Verwendungszweck verändert werden.

Insbesondere im Druck spielt es zudem eine große Rolle, in welchem Farbraum (z.B. RGB, CMYK) und Farbprofil ein Bild gespeichert wird. Gestaltet man einen Flyer der im Anschluss gedruckt werden soll, ist es wichtig, im CMYK Farbraum (unterstützt Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz im Druck) zu arbeiten. Nutzt man den RGB (Rot-Gelb-Blau) Farbraum, können die Farben im Druck stark abweichen.

Branding

Als Branding wird die Entwicklung sowie die Wirkung und Wiedererkennbarkeit einer Marke bzw. eines Unternehmens bezeichnet. Das Corporate Design bzw. die gesamte Corporate Identity prägen maßgeblich das Branding. Gute Beispiele für ein starkes Branding und eine unverwechselbare Wiedererkennbarkeit sind Marken wie Milka (Farbe lila und die Milka Kuh), die Deutsche Post, die Telekom, Coca Cola, Google, Ikea und viele mehr.

Browser bzw. Webbrowser

Der Browser oder Webbrowser ist das Programm, mit dem Sie auf das Internet zugreifen und Webseiten darstellen werden können. Die bekanntesten Webbrowser sind Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer / Edge, Opera Browser und Safari.

Button

Ein Button im Webdesign ist eine Art Knopf bzw. Schaltfläche, die durch das Anklicken mit einem Mausklick aktiviert wird. Beispiele sind „In den Warenkorb legen“, „Jetzt kontaktieren“ oder „Bestellung abgeben“.

Ein Button kann auch als „Call to Action“ (CTA) bezeichnet werden. Also ein „Aufruf etwas zu tun“.

Content

Content bedeutet aus dem Englischen übersetzt einfach nur „Inhalt„. Gemeint ist hiermit meist der Inhalt einer Webseite, also die Texte, Artikel oder Blogposts einer Seite. Aber auch Bilder, Videos und andere Elemente werden als Content der Internetseite bezeichnet.

Content Marketing bedeutet, dass man mit Hilfe von informierenden, unterhaltenden und Mehrwert-schaffenden Inhalten (also zum Beispiel Blog-Artikeln, Anleitungen, Videos oder Ähnlichem) die eigene Zielgruppe anspricht, Vertrauen schafft und sich als Experte in einem bestimmten Bereich am Markt positioniert. Content Marketing ist eine jüngere Form des Marketings und basiert auf dem Konzept, den Interessenten durch (kostenfreie) hilfreiche Inhalte zum Kunden zu machen.

Content Management System

Ein Content Management System (kurz CMS) ist ein Redaktionssystem oder Inhaltsverwaltungssystem für Webseiten.

Mit Hilfe dieser Software können Inhalte von Webseiten erstellt, bearbeitet und organisiert werden. Nach der erstmaligen Erstellung einer Webseite und Anpassung des Layouts, können Autoren (also zum Beispiel Sie als Kunde)  ganz ohne Programmierkenntnisse mit Hilfe einer grafischen Benutzeroberfläche Texte und Bilder selbst ändern.

Die bekanntesten Content Management Systeme sind WordPress, Joomla, Typo3 und Drupal.

Ich selbst arbeite fast ausschließlich mit WordPress. WordPress ist ein kostenfreies CMS, das ständig weiterentwickelt und auf den neuesten Stand der Technik gebracht wird. Es ist einfach zu erweitern, hat einen Marktanteil von 60% und kann somit auch von vielen anderen Agenturen oder Freelancern ohne Einarbeitung weiter betreut werden.

Corporate Blog

Ein Corporate Blog oder Unternehmensblog ist eine relativ neue Erscheinung im Marketing. Es bezeichnet einen eigenständigen Weblog oder einen Teilbereich der Unternehmens-Webseite, auf dem Inhalte in Form von Blogposts (Artikeln), als Teil des Content Marketings, publiziert werden.

Die Themenwahl der Artikel ist dabei vielfältig. Von Neuigkeiten rund um das Unternehmen selbst, bis hin zu Experten-Tipps aus der Branche und unterhaltsamen Videos ist dabei alles möglich.

Ein Corporate Blog mit gut optimierten Inhalten kann den Webseiten-Traffic (also die Besucherzahl der Webseite) immens steigern und für eine gute Positionierung in der Google Suchergebnisliste führen.

Corporate Design

Das Corporate Design ist das äußere Erscheinungsbild eines Unternehmens. Wichtige Elemente des Corporate Designs sind zum Beispiel das Firmenlogo / Markenlogo, die Typografie (Schriften, Linien, Leerräume) und verwendete Farben (z.B. das Lila von Milka oder Magenta der Telekom).

Ziel des Corporate Designs ist ein einheitliches und möglichst einmaliges Erscheinungsbild, welches einen großen Wiedererkennungswert hat. Nachdem das Corporate Design definiert ist, werden Vorlagen (Briefbögen, Rechnungen, Angebote), die Webseite, Visitenkarten und Werbemittel anhand dieser Vorgaben gestaltet.

Domain

Eine Domain ist einfach erklärt die Internetadresse, unter der Sie eine Webseite finden (z.B. www.jesana-media.de).
Bevor Sie eine eigene Webseite erstellen (lassen) können, muss ihre Wunsch-Domain, sofern diese noch frei verfügbar ist, zuerst bei der jeweiligen Registerstelle registriert werden. Jede Domain ist einzigartig und wird nur einmal vergeben.

Duplicate Content

Als Duplicate Content werden Inhalte im Internet bezeichnet, die in identischer Form auf zwei oder mehr verschiedenen Webseiten verfügbar sind. Duplicate Content kann, muss aber nicht, von Google „abgestraft“ werden. Das bedeutet, dass die eigene Position bei Google schlechter wird, wenn man zum Beispiel Inhalte von anderen Webseiten klaut und diese eins-zu-eins auf der eigenen Webseite veröffentlicht.

Favicon

Das Favicon einer Webseite ist das kleine Icon bzw. Logo, welches sich typischerweise in der Tableiste und Lesezeichenleiste des Browsers links neben dem Webseitennamen befindet. Es dient der Wiedererkennbarkeit einer Seite.

Google Adwords / Google Ads

Google AdWords bzw. seit Kurzem Google Ads sind Werbeanzeigen, die in der Google Suche und im Google Partner-Netzwerk ausgeliefert werden. Konkret heißt das: Sie als Kunde können Geld dafür zahlen, dass Ihre Seite für bestimmte Suchbegriffe (Keywords) in der Google Suche an erster Stelle, bzw. weit vorne, gefunden wird. Mehr dazu finden Sie unter Google Werbeanzeigen (AdWords).

HTTPS / SSL Verschlüsselung

Vielleicht ist Ihnen in der letzten Zeit schon aufgefallen, dass in Ihrem Browser, links neben der Adresszeile, öfter einmal „Sicher“ oder „Unsicher“ steht bzw. ein Schloß-Symbol angezeigt wird.

SSL ist ein Protokoll zur sicheren und verschlüsselten Datenübertragung im Internet. Wenn Ihre Webseite SSL verwendet, also Daten verschlüsselt überträgt, wird aus http://www.ihreSeite.de eine sichere Seite, die durch das S am Ende gekennzeichnet wird https://www.ihreSeite.de.

Die Möglichkeit zur SSL Verschlüsselung gibt es schon lange. Wichtig ist es seit Kurzem deshalb, weil die Suchmaschine Google das SSL Zertifikat als sogenannten Ranking-Faktor miteinbezieht. Das bedeutet, wenn Ihre Seite nicht verschlüsselt ist, wird sie von Google als unsicher eingestuft und schlechter in den Suchergebnissen angezeigt.

Keywords

Keywords sind Begriffe oder Wörter, auch längere Phrasen, für die eine Seite optimiert werden kann oder für die Werbeanzeigen gebucht werden können.

Beispiele sind:
Bäckerei in Konstanz, Sanitär Notdienst Allensbach, Alleinunterhalter Radolfzell aber auch
Fernuniversität, KFZ Werkstatt, Handwerkerportal oder Ähnliche.

Wenn Sie eine Webseite haben, ist es wichtig, dass Sie in Ihrer Umgebung auch für Ihre Dienstleistung bei Google gefunden werden. Ihre Webseite also in der Google Suche weit vorne erscheint, wenn ein Kunde Ihre Dienstleistung sucht.

Offpage Optimierung (SEO)

Als Offpage-Optimierung wird der Aufbau der Reputation einer Webseite bezeichnet. Während die Onpage-Optimierung Verbesserungen an der Webseite selbst abdeckt, versucht man bei der Offpage-Optimierung die Linkpopularität einer Seite zu steigern. Konkret heisst das: Je mehr Backlinks eine Webseite hat, desto wahrscheinlicher wird sie von Google als wichtig erachtet und in der Google Suche bevorzugt angezeigt. Dabei unterscheidet man qualitativ hochwertige und weniger gute Backlinks auf die eigene Seite.

Auch sogenannte „Social Signals“, also Erwähnungen der Seite in sozialen Medien (Social Media), finden seit 2010 aller Vermutung nach Beachtung in Bezug auf das Google Ranking.

Onpage Optimierung (SEO)

Die Onpage-Optimierung beschäftigt sich mit SEO-Verbesserungen an der Seite selbst. Diese können technischer (Quellcode, Ladezeiten, …), inhaltlicher (SEO optimierte Texte, Lesezeiten der Besucher, …) aber auch struktureller Natur sein (Usability, Anordnung der Elemente, …).

Ziel ist es, die organische Reichweite (also die Reichweite über Suchmaschinen ohne aktives Marketing zu betreiben) langfristig zu steigern und die eigene Webseiten-Position bei Google und anderen Suchmaschinen zu verbessern.

Die Suchmaschinenoptimierung ist mittlerweile ein riesiges Themengebiet und keiner weiß ganz genau, wie der Google Algorithmus funktioniert und welche Faktoren wie stark in das Google-Ranking einfließen. Hinzu kommt, dass es immer wieder Änderungen am Algorithmus gibt (zum Beispiel die Wichtigkeit von SSL Verschlüsselung, dem schnellen Laden der Seite auf mobilen Endgeräten, das Responsive Design usw.).

Provider

Provider oder auch Internet Service Provider (ISP) bezeichnet Anbieter von Diensten im Internet.

Das kann ganz einfach der private Internetanschluss in Ihrem Haushalt sein. Im Webdesign ist allerdings meist der Hosting-Provider gemeint. Also der Anbieter, auf dessen Servern Ihre Webseite schlussendlich „gespeichert“ ist.

Wichtig bei einem Hosting-Provider sind zum Beispiel Faktoren wie die Hochverfügbarkeit, damit die Webseite immer erreichbar ist, der Datenschutz, die Kosten, aber zum Beispiel auch die Sicherheit in Form von regelmäßigen Backups und einem guten Support.

Responsive Design

Als Responsive Design oder responsives Webdesign bezeichnet man das Erscheinungsbild der Inhalte im Web auf verschiedenen Endgeräten (also Smartphone, Tablet oder Desktop PC / Notebook). Ältere Webseiten werden meist auf mobilen Endgeräten nicht gut lesbar dargestellt, da die Seite zu breit und zu „starr“ ist, um auf einem schmalen Display vollständig angezeigt zu werden. Neuere Webseiten im Responsive Design passen die Elemente der Breite des Endgerätes an. Am besten veranschaulicht das folgende Grafik.

 

 

Das Responsive Design ist in letzter Zeit immer wichtiger geworden. Immer mehr Menschen lesen Webseiten abends auf dem Sofa mit Smartphone oder Tablet. Auch Google hat das erkannt und responsives Design und mobile Ladezeiten einer Seite als (wichtige) Ranking-Faktoren in den Google-Algorithmus aufgenommen.

SEA (Search Engine Advertising)

Search Engine Advertising oder auch Suchmaschinenwerbung steht für das Publizieren von Werbeanzeigen auf Basis von bestimmten Keywords / Schlüsselwörtern in Suchmaschinen wie Google.

Die wohl bekannteste und weit verbreitetste Art von SEA sind Google AdWords oder neuerdings Google Ads.

Sicher haben Sie selbst schon unzählige Male Google Werbeanzeigen gesehen. Diese werden in der Google Suchergebnisliste ganz oben und jeweils ganz unten angezeigt und mit „Anzeige“ gekennzeichnet. Zudem verfügt Google über ein riesiges Partnernetzwerk von Seiten, auf denen ebenfalls Werbeanzeigen oder sogar Bannerwerbung ausgeliefert werden.

SEM (Search Engine Marketing)

Search Engine Marketing oder auch Suchmaschinenmarketing bezeichnet alle Maßnahmen und Aktionen zur effektiven Nutzung von Suchmaschinen und untergliedert sich in die beiden Bereiche Search Engine Advertising (SEA, also Suchmaschinenwerbung) und Search Engine Optimization (SEO, also Suchmaschinenoptimierung) welche sich wiederum in Onpage- und Offpage Optimierung unterteilen lässt.

SEO (Search Engine Optimization)

Search Engine Optimization oder auch Suchmaschinenoptimierung bezeichnet alle technischen, inhaltlichen und strukturellen Maßnahmen um das Ranking bzw. die Position einer Seite bei Suchmaschinen wie Google zu verbessern. Das Themengebiet gliedert sich dabei in Onpage- bzw. Onsite-Optimierung und Offpage Optimierung.

SERP (Search Engine Result Pages)

Die Search Engine Result Page bezeichnet die Suchmaschinen-Ergebnisseite von Google und anderen Suchmaschinen. Eine Ergebnisseite bei Google besteht dabei aus organischen Ergebnissen (Websites die von sich aus bzw. durch gute Suchmaschinenoptimierung auf dieser Position gelandet sind) und gekauften bzw. bezahlten Suchergebnissen (zum Beispiel mit Hilfe von Google AdWords).

Usability

Die Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit im Webdesign hat – einfach gesagt – zum Ziel, dass der Benutzer (oder User) einer Seite schnell zum gewünschten Ziel findet. Dabei wird eine gute Usability meist nicht bemerkt, erst wenn die Usability einer Seite schlecht ist, fällt dies negativ auf. Auch kann die Usability einer Webseite innerhalb weniger Sekunde über Erfolg / Kauf oder Misserfolg entscheiden. Zur Usability einer Webseite tragen sowohl Aufbau / Struktur, visuelle Gestaltung als auch die Inhalte selbst bei. Viele verschiedene Regeln, bspw. zu Überschriften, Schriftgrößen, Zeilenabstand, Kontrast, Größe, Verwendung von Flash, Bildern, Navigation, Verlinkungen, Link-Pfaden, Kontaktmöglichkeit, FAQ, Glossar, Ladezeiten u.v.m. tragen zu einer guten Usability bei. Eine kurze Übersicht gibt es zum Beispiel in diesem Leitfaden zur Web-Usability.

Webdesign

Das Webdesign bezeichnet, vereinfacht gesagt, die Gestaltung von Webseiten. Dabei lässt sich das Webdesign in die drei Teile „Design“, „Programmierung“ und „Optimierung“ untergliedern.

Im Design arbeitet der Webdesigner im ersten Schritt mit dem Kunden an einer Anforderungsanalyse. Was sind die Ziele der Webseite? Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Gibt es bereits ein Corporate Design mit vordefinierten Farben und Elementen an dem sich das Webdesign orientieren soll? Diese und viele weitere Fragen werden gemeinsam geklärt und daraufhin ein Design und eine Struktur entwickelt, die eine bestmögliche Usability (=Benutzerfreundlichkeit) aufweist und den User schnell ans Ziel führt.

Im zweiten Schritt geht es an die Programmierung / Umsetzung der Webseite. Dabei kommen Programmiersprachen wie HTML, CSS und zum Beispiel JavaScript zum Einsatz.

Als nächstes folgt die Optimierung für Suchmaschinen. Schon der Aufbau und die gesamte Webseiten-Struktur entscheiden mitunter darüber, ob Google die Webseite „gut findet“. Der gezielte Einsatz von SEO-Texten sowie eine gute technische Umsetzung der Seite tragen viel dazu bei, dass die Webseite in den organischen (nicht bezahlten) Suchergebnissen gut positioniert wird.